Freimaurerei in Braunschweig
Braunschweig blickt auf eine über 280-jährige freimaurerische Tradition zurück. Bereits 1738 wurde hier der Kronprinz Friedrich von Preußen (später Friedrich der Große) zum Freimaurer aufgenommen. 1744 entstand mit der Loge „Carl zur gekrönten Säule“ eine der ältesten noch bestehenden Logen Deutschlands.
Gründung der Loge 1901
Die Johannisloge „Zum Neuen Tempel“ wurde am 20. November 1901 gegründet. Sie gehört zur christlich orientierten Großloge „Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland - Freimaurerorden". Von Anfang an pflegte die Loge eine weltoffene, humanistische und brüderliche Ausrichtung.
Das Haus der Bruderschaft am Löwenwall
Das heutige Logenhaus am Löwenwall 9 wurde 1908 von der Loge „Friedrich zur Einheit“ erbaut. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es zum gemeinsamen Haus mehrerer Braunschweiger Logen – darunter auch „Zum Neuen Tempel“ und „Carl zur gekrönten Säule“. Es trägt heute den Namen „Haus der Bruderschaft“.
Verbotszeit und Krieg
1935 wurden alle Freimaurerlogen von den Nationalsozialisten verboten und ihr Eigentum enteignet. Das Logenhaus wurde beschlagnahmt und als „Haus der Jugend“ genutzt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude schwere Bombenschäden.
Wiederaufbau und Neubeginn
Nach dem Krieg konnten die Braunschweiger Logen schrittweise ihre Arbeit wiederaufnehmen. 1953 bezogen „Zum Neuen Tempel“, „Carl zur gekrönten Säule“ und „Friedrich zur Einheit“ das wiederhergestellte Logenhaus am Löwenwall gemeinsam. Seitdem wird es kontinuierlich als Ort der freimaurerischen Arbeit und brüderlichen Begegnung genutzt.
Die Loge heute
Mehr als 120 Jahre nach ihrer Gründung zählt die Johannisloge „Zum Neuen Tempel“ rund 50 Mitglieder. Sie ist eine lebendige, weltoffene und traditionsbewusste Loge, die sich den Grundwerten der Freimaurerei – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität – verpflichtet fühlt.
Wir stehen interessierten Männern von gutem Ruf offen gegenüber und laden herzlich zu unseren Gästeabenden ein.